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Kindermusicals im Stadtzentrum


Bettina Kaegi und Kurt Wettstein machen aus dem Kino Storchen ein Kindertheater.

(Bild: Benjamin Manser) Ergänzung der Red.: Rico Bühler fehlt

 

09.06.2016

 

Aus dem Kino Storchen wird ein Haus für Kinder. Ein dreiköpfiges Team um die Rheintaler Choreographin Bettina Kaegi eröffnet im November das Kinder-Musical-Theater Storchen. Gezeigt wird Pippi Langstrumpf und mehr.

 

Mary Poppins tanzt mit ihrem Schirm auf der Strasse an der Magnihalden. Sie holt die Kinder draussen ab und führt sie hinein ins «Storchen», durchs Foyer in den Theatersaal, wo die Kinderbar schon geöffnet hat. Dann wird es dunkel im Saal, die Bühnenscheinwerfer gehen an: die Vorstellung beginnt. – So stellt sich Bettina Kaegi einen Abend im Kinder-Musical-Theater Storchen vor. Seit bald 30 Jahren betreibt die Regisseurin und Choreographin in Widnau eine eigene Ballett-, Theater- und Tanzschule. Jetzt kommt in St. Gallen eine feste Bühne für Kinderproduktionen hinzu. Gestern präsentierten die Mitglieder der «Kinder-Musical-Theater Storchen GmbH» ihre Pläne vor den Medien.

 

«Wir sind stolz darauf, dass wir das <Storchen> als Kulturhaus weiterbetreiben können», sagt Kurt Wettstein, der im Kindertheater für die Finanzen und das Marketing verantwortlich ist. Dritter im Bunde ist Rico Bühler. Der Rheintaler arbeitet gemäss Medienmitteilung seit mehr als 30 Jahren als Tontechniker und Lichtdesigner und wird im «Storchen» als Autor, Komponist und Techniker tätig sein.

 

Fünf Produktionen pro Jahr

Noch ist im «Storchen» der Kinobetreiber Kitag eingemietet. Anfang September wird aber das Kindertheater einziehen, und Anfang November ist die offizielle Eröffnung geplant. Zu sehen sind zu Beginn vor allem Klassiker, die jedes Kind kennt: «Pippi Langstrumpf», «Lion King» oder «Dschungelbuch». Vier bis fünf solche Eigenproduktionen möchte Bettina Kaegi auf die Bühne bringen. Gastspiele schliesst die Programmverantwortliche aber nicht aus, und gemäss Medienmitteilung sollen im «Storchen» durchaus auch Erwachsene zum Zug kommen, zum Beispiel dank Comedy-Abenden, Jazz-Matinées oder Unplugged-Konzerten.

 

Ausbildungsstätte für Kinder

Im Vordergrund stehen aber die Kinder. Die «Kids», wie Bettina Kaegi sie nennt. Seit 25 Jahren produziert sie zusammen mit Rico Bühler professionelle Musicals und Theatervorführungen, bei denen vor allem Kinder auf der Bühne stehen. In St. Gallen möchte die Regisseurin eine eigene «Kids-Company» auf die Beine stellen. Das «Storchen» soll damit auch zur Ausbildungsstätte für Kinder im Alter von drei bis 15 Jahren werden. Von der allwöchentlichen Theaterprobe bis zum Intensivprogramm samt Atem- und Sprechtechnik ist laut Kaegi alles möglich. Sie betont, ihre Schauspiel-, Gesangs- und Tanzausbildung sei für alle Kinder geeignet – gerade auch für jene, deren Eltern noch nie im Theater waren.

 

Nur noch vereinzelt touren

Bis jetzt tourte Bettina Kaegi mit ihren Produktionen von Bühne zu Bühne durchs Land. Ihr aktuelles Stück «Pippi Langstrumpf – Ausser Rand und Band» zum Beispiel zeigte sie soeben am CSIO in St. Gallen, am 25. Juni folgt die eigentliche Premiere in Volketswil. In Zukunft wolle sie nur noch vereinzelt auf solche Tournées gehen. «Ich freue mich jetzt darauf, ein eigenes Theater zu haben. Das <Storchen> wird zur Heimat für Kindertheater und -musicals.»

 

Saal mit 150 Plätzen

Bevor es so weit ist, planen die Theatermacher im September und Oktober noch einen kleinen Umbau. Das Foyer werde so gestaltet, dass sich Kinder darin wohl fühlen. Im heutigen Kinosaal wird hinten eine Kinderbar eingebaut und vorne die Bühne vergrössert. Dafür werden einige Sitzreihen weichen, so dass das Kindertheater noch rund 150 Sitzplätze bieten wird.

 

Einen Eröffnungstermin können die Theaterbetreiber noch nicht nennen. Nach den Sommerferien, am St. Galler Fest, wollen sie aber Werbung fürs «Storchen» machen und aktiv auf die Leute zugehen. Gut möglich, dass schon dann Mary Poppins auf der Strasse tanzen wird.

 

 

Quelle: St. Galler Tagblatt/Roger Berhalter